2019


Stiftungseigenes Projekt zum Artenschutz vernetzt sich

Die Bürger- und Energiestiftung hat zusammen mit Imkerinnen und Imkern der Stadt verschiedene erste Projekte in Sachen Artenschutz angestoßen. So werden Schaukästen für die naturnahe Beobachtung von Honigbienen demnächst an den beiden Offenen Ganztagsschulen der Stadt aufgestellt. Besiedelt werden die Kästen im nächsten Frühjahr. Außerdem können zwei Lernkoffer zum Thema Artenschutz für beide OGS angeschafft werden.

 

Neben der Honigbiene ist es aber besonders die Wildbiene die Unterstützung braucht. Hierfür sollen geeignete Flächen zur Anpflanzung von bienenfreundlichen Stauden und Hölzern gefunden werden. Unterstützt wird die Arbeitsgruppe hierbei seit September von Angel-, Wander- und Verkehrsvereinen der Stadt. In einem ersten Treffen stellten die Teilnehmer schnell fest, dass man auf einer gemeinsamen Basis agiert, nämlich der der Nachhaltigkeit. Einige Projekte wurden von den Vereinen bereits umgesetzt, allerdings nicht jedes Insektenhotel wurde in der erhofften Weise angenommen. Hier sei der Austausch mit den Imkern eine willkommene Hilfe, so der Tenor.

Dass in diesem Jahr erstmals aufgelegte Projekt der Blühstreifen, wird von der Stiftung auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Anregung der Imker zur Zusammensetzung der Samenmischung wurden aufgenommen und geprüft werden.Die Stiftung finanzierte u.a. einen "Bienenkoffer", welcher als Lernkoffer für beide OGS eingesetzt wird. Außerdem mehrere Staudenpflanzen die speziell auf die Bedürfnisse von Hummeln abgestimmt sind sowie zwei Bienenschaukästen die im nächsten Frühjahr durch Imker mit Tieren bestückt und auch betreut werden. Grundschulkinder sollen so einen lebendigen Einblick in die Welt der Bienen erhalten und vor Ort mit den Imkern ins Gespräch kommen.

Fördersumme bisher: 3500 Euro


Artenschutz und Artenvielfalt

Wildbienen, Hummeln, Insekten

Bei einer Infoveranstaltung im Büro der Stiftung im TZL tauschten sich 20 Imkerinnen und Imker aus dem gesamten Stadtgebiet und Mitglieder der Bürgerstiftung über Möglichkeiten der Zusammenarbeit aus. Ausgangslage auf beiden Seiten war dabei Offenheit.

 

So stellten von Seiten der Stiftung Uta Lutze, Jürgen Amediek und Anja Ebner ihre Ideen für eine Zusammenarbeit in Richtung Naturbildung an den beiden Offenen Ganztagsschulen der Stadt sowie das in den Blick nehmen von Wildbienen und Hummeln vor. Diese Ideen stießen bei den Imkern auf offene Ohren. Dass der Wildbiene geholfen werden muss, deren Flugradius weitaus kleiner ist, als der der Honigbiene, stand bei allen Beteiligten außer Frage. So legen etwa 75 % der Wildbienen ihre Nester in den Erdboden und meiden die herkömmlichen Insektenhotels die in Baumärkten angeboten werden. Sand und Plätze mit Totholz sind hier ein beliebteres Angebot für die Wildbiene. Ideen wie man dieses im Sinne der Naturbildung und dem Artenschutz umsetzen kann, wurden an dem Abend bereits entwickelt und werden nun vom Projektteam der Stiftung sortiert und in Zusammenarbeit mit Imkerinnen und Imkern weiter verfolgt.

 

Den Ansatz der Stiftung Saatgut für Blühstreifen kostenlos auszugeben, wurde von den Anwesenden als erster guter Ansatz begrüßt, wobei auch Verbesserungsvorschläge bei der Mischung von den Bienenexperten genannt wurden. Bis Ende Mai kann das kostenlose Blumensaatgut noch in der Genossenschaft Lichtenau von Privatleuten und Landwirten abgeholt werden. Insgesamt sind bisher Blumensamen für ca. 60 Hektar ausgegeben worden.


Blühstreifen beleben

Die von der Stiftung geförderte Blühmischung stand vieler Orts prächtig in Blüte.