2021


Stiftung finanziert Blühsamenmischung und Baumsetzlinge. Kooperation mit der Jugendarbeit der Stadt Lichtenau

Die Bürger- und Energiestiftung Lichtenau/Westfalen hat 2000 Baumsetzlinge gesponsert, die in Kooperation mit der Jugendarbeit der Stadt Lichtenau auf einer aufzuforstenden Stadtwaldfläche bei Kleinenberg gesetzt wurden. Das besondere dabei waren die Pflanzhelfer. Vierzig Jugendliche und Kinder setzten gemeinsam mit dem Stadtförster Bernhard Beumling, Bürgermeisterin Ute Dülfer und Christiane Meyer, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung die Setzlinge in die Erde. Gepflanzt wurden Stiel- und Roteichen sowie Douglasie.

"Wir folgen der Philosophie so viele Baumarten wie möglich zu setzen, um so Diversität der Arten im Wald zu gewährleisten. Die Zeit wo nur eine Baumart gepflanzt wurde, ist vorbei", erklärt Stadtförster Beumling. Ein Grund hierfür ist die Trockenheit die den Wälder zu schaffen macht. Mit neuen Baumarten wird versucht, darauf zu reagieren. Durch die anhaltenden Trockenheit werden Bäume geschwächt und damit anfälliger für Schädlinge und Stürme. "Mit dem Sturm Friedericke 2018 hat alles angefangen, dann kam die Trockenheit und der Borkenkäfer", so Beumling weiter. Wurden früher ca. 30.000 Baumsetzling im Jahr in Lichtenau benötigt sind es derzeit ca. 75.000. Um den Kahlschlag auszugleichen werden in den nächsten Jahren zwischen 300.000 und 500.000 Bäume gepflanzt werden müssen.

Mit den 2.000 von der Bürgerstiftung finanzierten Bäumen, konnte den Jugendlichen Ausmaß und Maßnahme gegen den Baumverlust näher gebracht werden. Die Aktion wurde unter den aktuellen Coronaregeln umgesetzt. "Leider konnten nicht alle Anfragen berücksichtigt werden, da wir aufgrund von Corona nicht zu viele Kinder und Jugendliche mitnehmen durften. Aber wir werden die Aktion im Herbst wiederholen und hoffen, dass sich bis dahin die Lage gebessert hat, so dass mehr Kinder und Jugendliche dabei sein können", so Bürgermeisterin Dülfer. Die Aktion die von der Jugendarbeit der Stadt Lichtenau vorbereitet und unterstützt wurde, ist nur eine von weiteren geplanten Aktionen der Stadt, wo Kinder und Jugendliche aktiv an Projekten beteiligt werden sollen.

"Die Finanzierung der Setzlinge ist ein stiftungseigenes Projekt, welches gut zu unseren Stiftungszweck des Naturschutzes und der Jugendhilfe passt. Es korrespondiert auch mit unserer Aktion der Abgabe von kostenlosen Blühsamenmischung, die die Stiftung jetzt zum dritten Mal für die Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Lichtenau kostenlos zur Verfügung stellt", erklärt Meyer. Die ein Kilo Beutel mit dem Saatgut können ab sofort und solange der Vorrat reicht im Raiffeisenmarkt in Lichtenau abgeholt werden.

 

Fördersumme insgesamt: 9.500 Euro

 

Fotos: Anja Ebner


Ein Defi für jedes Dorf

Fotos: Anja Ebner

Die Bürger- und Energiestiftung Lichtenau verfolgt vielfältige Stiftungszwecke zur Unterstützung von ehrenamtlicher Arbeit in der Stadt Lichtenau. Ein Fokus liegt dabei auf der gesundheitlichen Vorsorge. Das neue Projekt "Ein Defi für jedes Dorf" passt sehr gut in die Palette der Stiftungszwecke.

"Es lagen der Stiftung zwei Förderanfrage zur Anschaffung von Defibrilatoren vor. Innerhalb des Vorstandes und Kuratoriums haben wir uns dann schnell darauf geeinigt, dass die Anschaffung eines solchen Geräts für jeden Ort unserer Stadt sinnvoll ist", sagt Reinhard Piepenbrock, 1. Vorsitzender.

Bis auf Kleinenberg, Lichtenau und Atteln, da dort bereits öffentlich zugängliche Defis vorhanden sind, wurden alle verbleibenden zwölf Orte gefragt, ob Interesse an der Anschaffung eines solchen Gerätes besteht. Vorausgesetzt, dass sich vor Ort verantwortliche Vereine für die Betreuung finden, stellt die Stiftung das Gerät samt klimatisiertem Wandhalterungskasten sowie die anfallenden Kosten für die Wartung. Ein Defi hängt nun zusätzlich in Hakenberg, Husen, Herbram, Herbram-Wald, Iggenhausen, Holtheim, Blankenrode, Henglarn, Ebbinghausen und Dalheim.

Der Defi ist an den in der Karte verzeichneten Standorten in einem eigens dafür installierten Wandkasten zu finden. Das Gerät verfügt über eine Sprachfunktion, welche sich durch die Betätigung des grünen Startknopfes automatisch aktiviert und Ersthelfer*innen bei der Nutzung des Defis anleitet. Personen erhalten nur einen gezielten Stromstoß, wenn das Gerät diese Notwendigkeit erkennt, z.B. bei einem Herzkammerflimmern, wo das Auslösen eines elektrischen Impulses dafür sorgt, dass die normale Herzaktivität wieder einsetzt. Mit den Geräten kann nichts flasch gemacht werden.

Die Kreisfeuerwehrzentrale in Ahden ist über die Standorte der Defis informiert, so dass bei einem Notruf Ersthelfer*innen gezielt zu den in ihrem Ort zentral zugänglichen Gerät geführt werden können.

Viele Orte planen nach der Pandemie, Einführungen zur ersten Hilfe mit einem Defi zu organisieren. Ansprechpartner*innen vor Ort finden sich ebenfalls in der Karte.

 

Fördersumme ca. 19.000 Euro

 


500 Brillen bei Sammelaktion der Bürger- und Energiestiftung

Von November bis Dezember 2020 hatten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt die Gelegenheit nicht mehr genutzte Brillen in Boxen in Atteln und Lichtenau zu legen und diese zu spenden. Bereits nach wenigen Tagen zeichnete sich eine hohe Resonanz ab. Bis zum 31. Dezember 2020 wurden 500 Brillen gesammelt, die jetzt an die Aktion "Brillen weltweit" des Deutschen Katholischen Blindenwerks e.V. weitergeleitet wurden.

Die Idee von "Brillen weltweit" ist simpel und pragmatisch: Millionen Menschen sind nur deshalb sehbehindert, weil ihnen eine Sehhilfe fehlt, welche aufgrund von geringen finanziellen Mitteln nicht angeschafft werden kann. Auf der anderen Seite gibt es viele alte Brillen die nicht mehr getragen werden, darum aber nicht an Wertigkeit verlieren.

Deutschlandweit werden die gespendeten Brillen vom Deutschen Katholischen Blindenwerk gereinigt, aufgearbeitet, vermessen und registriert. Die so aufbereiteten Brillen werden dann an Sehhilfeempfänger verteilt. Mit dem Aufruf alte Brillen für den guten Zweck abzugeben, können durch die Organisation von "Brillen weltweit" Menschen zu einer Sehhilfe gelangen und damit ein Stück Lebensqualität erhalten.

 Die Bürger- und Energiestiftung bedankt sich herzlich bei den Lichtenauer Bürgerinnen und Bürger für die zahlreiche und sorgfältige Abgabe der Brillen. Vielen Dank auch an die Physiotherapiepraxis PPL in Lichtenau und den REWE Markt in Atteln für die Möglichkeit Sammelboxen aufzustellen

 

 

Betreut wurde das stiftungseigene Projekt von Anja Ebner und Uta Lutze (v.l.)

Foto: Jürgen Lutze